Dürre: Wie man mit der Bewässerung beginnt, 5 Faktoren für die Rentabilität
Viele Praktiker erwägen den Einsatz von Bewässerung, um ihre Ernte vor Dürre zu schützen. Der Einstieg in die Bewässerung lohnt sich nicht für jeden Betrieb.

In trockenen Sommern, Beregnung Erträge sparen können. Doch der Einstieg ist nicht jedermanns Sache. Agrarheute sprach zu diesem Thema mit dem Bewässerungsexperten Ekkehard Fricke von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Fricke stellt auch fest, dass das Interesse am Thema Bewässerung nach den Trockenjahren gestiegen ist. Viele Regionen, die früher genug Regen hatten, sind es zunehmend mit Frühsommertrockenheit zu kämpfen.
Erhöhte Investitionskosten
In den letzten Jahren sind die Kosten für Rohrleitungsbau, Material und Brunnenbau gestiegen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen rechnet mit Investitionskosten zwischen 2,500 € und 5,000 €/ha für die Bewässerung mit fest verlegten Erdleitungen. Für die Genehmigung ist häufig ein hydrogeologisches Gutachten erforderlich Wasserentnahme. Hinzu kommen Kosten für die Bewässerungsmaschine.
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Landwirte sollten bei ihrer Entscheidung ihre gesamte Fruchtfolge berücksichtigen. Die Investition lohnt sich besonders bei Gemüse, Kartoffeln und Braugerste. In der Fruchtfolge sollten mehrere Kulturen bewässert werden. Die Investition lohnt sich nur, wenn die Deckungsbeiträge der Kulturen trotz Bewässerung insgesamt positiv sind.
Außer bei Kartoffeln oder Speisesoja lohnt sich der Aufwand einer Beregnungsanlage inklusive Technik und Leitungen längst nicht bei allen gängigen Ackerfrüchten. Das zeigen Tests aus mehreren Jahren.
Maschinen mit leistungsstarken Sprinkleranlagen sind im großflächigen Gemüseanbau, bei Industriegemüse und in der Landwirtschaft weit verbreitet Ackerbau , besonders mit Kartoffeln oder Sojabohnen. Schwere Sprinkler sind die von uns bisher am häufigsten eingesetzten Bewässerungssysteme.

Aber in welchen Kulturen und ab wann und wo und unter welchen Bedingungen lohnt sich das zusätzliche Wasser? Diese Frage muss jeder Betriebsleiter individuell für seinen Anbau und seine Vermarktung entscheiden. So liefern beispielsweise Mehrjahresversuche aus Baden-Württemberg Zahlen zum Bewässerungsbedarf wichtiger Dreschkulturen.
Bewässerungsversuche in Süddeutschland zeigen, dass die Beregnung des Feldes für konventionelle Kulturen meist relativ unrentabel ist, weil sie insgesamt relativ viel Geld kostet. Auf Basis von Testergebnissen aus Baden-Württemberg ist es derzeit nur sehr begrenzt empfehlenswert, allein in teure Bewässerungstechnik zu investieren, wenn diese ausschließlich für den Ackerbau ohne den Anbau von Kartoffeln, Saatmais oder Sonderkulturen genutzt werden soll.
Bei Sojabohnen, Körnermais und Braugerste hingegen ist die Beregnung mit mobilen Geräten unter zusätzlicher Ausnutzung vorhandener Technik besonders rentabel. Die Rentabilität Tabelle liefert solide Zahlen zum Bewässerungsbedarf wichtiger Ackerkulturen.
Das Lesebeispiel
Im Durchschnitt erzielten Erbsen über die Jahre bei 22 mm Gießwasser einen Mehrertrag von 140 dt/ha. Sie überstieg den marginalen Mehrertrag von 18 dt/ha, der zur Deckung der variablen Kosten notwendig ist, nicht aber die 34 dt/ha zur Amortisation der variablen zuzüglich der Fixkosten.
Der erzielte Mehrerlös überstieg somit zwar die variablen Kosten (+ 65 Euro/ha), reichte aber nicht aus, um die variablen plus Fixkosten (– 241 Euro/ha) zu decken.
2. Die Berechnung
Die Tabelle basiert auf Untersuchungen, die zwischen 2010 und 2015 auf dem Versuchshof Forchheim des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums (LTZ) Augustenberg auf 117 m Seehöhe und 10.1 °C Jahrestemperatur durchgeführt wurden. In gedroschenem Bestand wurden sie mit jeweils zwei Sorten ermittelt
3. Der Ort
Es gibt einen durchschnittlichen Jahresniederschlag von 742 mm pro Jahr. Der lehmige bis lehmige Sand hat 24 bis 32 Bodenpunkte mit 13 Prozent nutzbarer Feldkapazität (nFk). Die Bewässerung wurde von 40 bis 45 Prozent nFk durchgeführt. Die Erträge unbewässerter Parzellen werden mit denen optimal bewässerter Parzellen verglichen.
4. Die Sprinkleranlage
Die Berechnungen basierten auf einem 20 m Flachbrunnen mit dieselmotorgetriebener Saugpumpe mit 35 kW bei 12 bar und 50 m3/h und 10 ha pro Brunnen. Der mobile Regner mit 400 m hat Einzelregner mit 54 m Breite mit durchschnittlich 100 mm und 48 m3/h für eine bewässerte Fläche von 25 ha pro Jahr.
5. Die Würdigkeit
Aus den so ermittelten Erträgen und Wassermengen der Kulturen wurde sie für jedes Jahr berechnet. Sie lohnen sich zu bewässern, wenn die zusätzlichen Einnahmen mindestens die Mehrkosten der Bewässerung decken.
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