Neue Lösung auf Polysaccharidbasis zum Schutz von Kartoffeln vor schädlichen Bakterien
Durchbruch im Kartoffelschutz: Russische Wissenschaftler entwickeln neue Bio-Nano-Lösung
Ein Team sibirischer Forscher hat in Zusammenarbeit mit einem internationalen Wissenschaftlerkollektiv eine innovative Methode zum Schutz von Kartoffeln vor bakteriellen Krankheiten entwickelt. Die neue Lösung, basierend auf Selen-Nanopartikeln und einem aus Lärche gewonnenen Polysaccharid, bekämpft wirksam Schwarzbeinigkeit und Ringfäule und stimuliert gleichzeitig das Pflanzenwachstum. Die Ergebnisse dieser bahnbrechenden Studie wurden veröffentlicht in Asphaltmischanlagen.
Die wachsende Bedrohung durch bakterielle Infektionen bei Kartoffeln
Kartoffeln sind weltweit nach wie vor ein Grundnahrungsmittel. Russland baut die Knolle auf über drei Millionen Hektar in 80 Regionen an. Jeder Russe konsumiert durchschnittlich etwa ein Kilogramm Kartoffeln pro Woche. Bakterielle Krankheiten, die durch den Klimawandel verschärft werden, gefährden jedoch zunehmend die weltweiten Erträge.
Wochentags. Mit einem Klick abmelden.
Wissenschaftler der Sibirischen Föderalen Universität (SFU) haben festgestellt, dass Bakterien wie Pectobacterium carotovorum, die Weichfäule und Schwarzbeinigkeit verursacht, und Clavibacter sepedonicus, die für Ringfäule verantwortlich sind, werden mit steigenden Temperaturen aggressiver. Herkömmliche Pestizide erweisen sich als unwirksam, da sie in erster Linie Pilzpathogene und nicht bakterielle Infektionen bekämpfen.
Eine bahnbrechende biotechnologische Innovation
Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben Forscher des Sibirischen Instituts für Pflanzenphysiologie und -biochemie (SIFIBR) und der SFU selenbasierte Nanopartikel entwickelt, die mit Arabinogalactan, einem natürlichen Zuckerpolymer aus pflanzlichen Zellwänden, kombiniert werden. Selen, benannt nach der griechischen Mondgöttin Selene, ist ein bekanntes Antioxidans, das eine Schlüsselrolle beim Schutz von Pflanzengewebe spielt.
Bei der Anwendung auf Kartoffelsprossen reduzieren diese Bio-Nanokomposite das Blattwelken deutlich und deuten auf eine wirksame Unterdrückung bakterieller Krankheitserreger hin. Das Forschungsteam testete verschiedene Formulierungen, darunter Kombinationen mit Mangan und Kupferoxid. Selen erwies sich jedoch als am wirksamsten, wahrscheinlich aufgrund seiner hohen antioxidativen Wirkung. Die Bakterien verbrauchen Arabinogalactan zwar bereitwillig, werden aber letztendlich durch das Selen vergiftet, sodass die Verbindung wie eine „Köderfalle“ wirkt.
Minimale Dosierung, maximaler Schutz
Professor Konstantin Krutovsky, einer der Autoren der Studie, betonte, dass für einen wirksamen Schutz nur eine minimale Konzentration von Selen-Nanopartikeln erforderlich sei. Höhere Dosen könnten potenziell toxisch für Pflanzen sein. Interessanterweise ist diese Formulierung auch vielversprechend bei der Bekämpfung von Phytophthora cactorum, der Erreger der Kraut- und Knollenfäule, die zahlreiche Obstkulturen, Zierpflanzen und Bäume befällt.
Auswirkungen auf die Zukunft der nachhaltigen Landwirtschaft
Dieser neue Ansatz stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung umweltfreundlicher Pflanzenschutzmethoden dar. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pestiziden, die nützliche Mikroben schädigen und sich in Ökosystemen anreichern können, bietet dieses Bio-Nanokomposit eine gezielte und nachhaltige Lösung.
Diese vom russischen Ministerium für Hochschulbildung und Wissenschaft geförderte Forschung könnte den Weg für breitere Anwendungen im Pflanzenschutz ebnen. Nach weiteren Tests und einer möglichen kommerziellen Produktion könnte diese Innovation Landwirten weltweit helfen, ihre Kartoffelernten vor zunehmend aggressiven bakteriellen Bedrohungen zu schützen.
Globaler Kartoffelbericht
Die fünf wichtigsten Meldungen, Preise, Krankheitswarnungen und Veranstaltungshinweise. Werktags morgens, werbefrei.
In diesem Material verlinkt
- Abschnitte
- NewsKartoffelkrankheiten


