Warum globale Kartoffelpreise ohne Verständnis der Lieferkette nicht verglichen werden können
Potato prices at farm gate, ex-warehouse, wholesale, processor contract and retail levels reflect different transactions. Comparing them without adjustments can create misleading impressions of shortages, trade opportunities and growers’ returns.
Unterschiedliche Märkte, unterschiedliche Preise
Kartoffelpreise an der Erzeugerabgabe, ex-Lager, im Großhandel, nach Verarbeitungsverträgen und im Einzelhandel spiegeln unterschiedliche Transaktionen wider. Ein Vergleich ohne Anpassungen kann zu irreführenden Schlussfolgerungen über Engpässe, Handelsmöglichkeiten und die Erträge der Erzeuger führen.
Spezifikationen sind entscheidend
Eine Offerte muss Land, Sammeldatum, Produktart, Sorte oder Qualitätsstufe, Einheit, Originalwährung und Lieferbedingungen angeben. Tischkartoffeln, Pommesfrites-Verarbeitungskartoffeln, Chips-Kartoffeln und zertifizierte Pflanzkartoffeln sind separate Märkte. Sortierung, Waschen und Verpackung beeinflussen ebenfalls den Preis.
Lagerung und Währungsumrechnung
Verkäufe nach Monaten in Lagerung umfassen Strom, Arbeitskräfte, Schrumpfung, Ausschuss, Working Capital und Qualitätsrisiken. Wechselkurse sind nützlich für die Darstellung grenzüberschreitender Preise, beseitigen aber nicht Unterschiede in Logistik, Steuern oder Incoterms wie EXW, FOB und CIF. Die Originalwährung und der datierte Wechselkurs sollten beibehalten werden.
Ein Mindestmeldestandard
Jede Beobachtung in einem globalen Kartoffelbulletin sollte Quelle und Datum, Land und Region, Lieferkettenstufe, Spezifikation, Lieferbedingungen und Transaktionsstatus enthalten. Anfragepreise sollten von bestätigten abgeschlossenen Transaktionen und redaktionellen Schätzungen unterschieden werden. Standardisierte Metadaten machen Marktvergleiche glaubwürdiger.
Quelle
FAO, Erzeuger- und Agrarpreisstatistik-Methodik: https://www.fao.org/faostat/en/#data/PP