News

Ägyptische Kartoffeln mit Bestimmung Russland könnten teurer werden, da sich die Lieferungen nach St. Petersburg verlagern

Imports of Egyptian potatoes into Russia may become more expensive this season because cargo is expected to go through St Petersburg, says Tatyana Gubina of the Potato Union. She forecasts the commercial crop at 7.5–8 million tonnes.

Die Importe ägyptischer Kartoffeln nach Russland könnten in dieser Saison aufgrund von Logistikproblemen teurer werden, sagte Tatjana Gubina, Leiterin der Geschäftsstelle der Kartoffelunion, am 27. Oktober auf der Messe Agroprom Ural in Jekaterinburg, wie Interfax berichtete. Gleichzeitig erwartet sie eine geringere inländische gewerbliche Ernte, was die Lagerkapazitäten in den Mittelpunkt des Marktausblicks für die kommenden Monate rückt.

Südliche Häfen und ein Nadelöhr in St. Petersburg

Laut Gubina treffen in den südlichen Häfen derzeit keine Kartoffeln aus Ägypten ein. Interfax merkt an, dass dies ihre Vermutung ist („wir vermuten“); der Bericht liefert keine unabhängige Bestätigung. „Kartoffeln werden über St. Petersburg gehen. Das erhöht ihre Kosten“, sagte sie und bezeichnete die Stadt als „Nadelöhr“ (Zitate aus dem Russischen übersetzt).

Lenta.ru, die ebenfalls über ihre Äußerungen berichtete, schrieb, dass direkte Importe aus Ägypten aufgrund schwerwiegender Probleme beim Seefrachttransport extrem schwierig geworden seien und die Lieferungen möglicherweise in den Nordwesten Russlands umgeleitet werden müssten, wo St. Petersburg bereits mit Getreide und anderen Frachten ausgelastet sei, sodass die Logistik auch dort angespannt sein könnte.

Eine geringere gewerbliche Ernte

Gubina sagte, dass die Ernte im gewerblichen Sektor Russlands – also bei landwirtschaftlichen Organisationen und Landwirten – in 2026 auf 7.5–8 Millionen Tonnen sinken könnte, verglichen mit 8.5 Millionen Tonnen in 2025. Dies sei eine Prognose und keine endgültige Zahl. Sie wies darauf hin, dass Kartoffeln in diesem Jahr auf 273,000 Hektar angepflanzt wurden, verglichen mit 280,000 Hektar in 2025.

Nach von Interfax zitierten Rosstat-Daten wurden bis zum 1. Oktober 2026 5.149 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet, verglichen mit 7.225 Millionen Tonnen ein Jahr zuvor. Interfax beziffert zudem die Gemüseernte bis Anfang Oktober auf 4.5 Millionen Tonnen, gegenüber 5.7 Millionen Tonnen vor einem Jahr.

Das Wetter könnte den Rückstand verringern. „Der Oktober ist deutlich günstiger“, sagte Gubina, und die Ernte dauere in einigen Regionen noch an. Interfax berichtete am 23. Oktober getrennt davon, dass das Landwirtschaftsministerium erwartet, dass die Gesamtkartoffelproduktion über alle Betriebskategorien hinweg um 3 % über dem Fünfjahresdurchschnitt liegen wird.

Lagerung als Schutz vor Importen

Gubina wies auf einen Mangel an Lagerkapazitäten in Russland hin; Interfax berichtet, dass sie deren Ausbau als Schutz für den Binnenmarkt vor Importen sieht. „Wir müssen über unsere eigenen Kartoffellager nachdenken“, sagte sie.

Die Preise reagieren bereits auf die angespanntere Saison. Lenta.ru berichtete unter Berufung auf eine frühere Veröffentlichung, dass der durchschnittliche Verbraucherpreis für Kartoffeln im Frühherbst um 28.8 % gestiegen sei, und in dem Bericht zitierte Experten warnten, dass die Kombination aus geringerer Erzeugung und Importlogistik die Preise weiter nach oben treiben könnte.

Was dies für Betriebe und den Markt bedeutet

  • Importeure und Einzelhändler, die Lieferungen aus Ägypten außerhalb der Saison planen, sollten längere Transportwege, Überlastungen der Häfen in St. Petersburg und höhere Einstandskosten einkalkulieren.
  • Wenn die Importkosten wie von Gubina erwartet steigen, könnten gut gelagerte heimische Kartoffeln später in der Saison weniger Konkurrenz ausgesetzt sein. Der Erhalt der Qualität im Lager ermöglicht es den Betrieben, zu profitieren – stimmen Sie Lagerführungskonzepte daher mit Ihrem Agronomen ab.
  • Die Lagerlücke bleibt ein strukturelles Problem für den russischen Markt; der Winter ist für Betriebe ein praktischer Zeitpunkt, um Pläne für neue oder erweiterte Kapazitäten zu überprüfen.

Quellen: Interfax, Lenta.ru, OSN

Welcome Back!

Login to your account below

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

📰 My digest — pick topics and read offline