Argentinien: Kartoffelpreise steigen um 167% im Jahresvergleich, dritt-schnellste Entwicklung im Verbraucherbasket
Potato prices in Argentina rose 167.4% over the twelve months to September 2026, making it the consumer basket’s third-fastest-rising item after onions and squash, while producer prices climbed 329% year on year.
Die Kartoffelpreise in Argentinien stiegen um 167.4 Prozent in den zwölf Monaten bis September 2026 und machten die Knolle damit zum dritt-schnellsten Artikel im Verbraucherlebensmittelkorb des Landes, wie offizielle Daten zeigen. Nur Zwiebeln (+257.9 Prozent) und Zapallo-Ankó-Kürbis (+205.4 Prozent) stiegen laut den von iProfesional am Oktober 13 veröffentlichten INDEC-Verbraucherpreiszahlen schneller.
Der jährliche Anstieg übertrifft die allgemeine Inflation: Argentiniens Gesamt-CPI stieg um 33.4 Prozent im Jahresvergleich im September. Monatlich jedoch ließen die Kartoffelpreise im September um 3.3 Prozent nach, und die Großhandelspreise auf dem Zentralmarkt von Buenos Aires hatten bereits im Quartal Schwankungen gezeigt, wie das Industrieportal Argenpapa berichtete.
Am Erzeugerpreis ist die Situation noch deutlicher. Die Erzeugerpreise stiegen um 329 Prozent im Jahresvergleich, laut dem Marktmonitor von Argenpapa, der das Signal der Branche auf ‚8220;grün‘8221 – die stärkste Lesung – verschob.
Die Zahlen spiegeln eine strukturelle Angebotsverknappung wider, nicht eine Nachfrageschock. Argentiniens Kartoffelanbaufläche ist seit 1961 um etwa 70 Prozent geschrumpft, obwohl die Erträge auf 35.8 Tonnen pro Hektar stiegen, und Bauern in Nord-Jujuy reduzierten ihre Pflanzungen in diesem Jahr, nachdem die Pflanzkartoffelpreise auf 60,000–65,000 Pesos pro Sack erreichten, wie POTATOES NEWS diesen Monat berichtete.
Für Verbraucher ist die Kartoffel innerhalb eines Jahres vom Grundnahrungsmittel zum Premium-Produkt geworden. Für Erzeuger ist das Preissignal eine Einladung, die Anbaufläche wieder aufzubauen – doch die Saatgutkosten, Klimarisiken und die langen Fruchtfolgen der Kartoffelproduktion bedeuten, dass die Angebotsreaktion nachhinken wird, wie Agronomen anmerken.
Ob die Einzelhandelspreise im Oktober weiter nachlassen, hängt davon ab, ob die Ernteflüsse aus den Regionen Tucumán und Córdoba die Großstadtmärkte erreichen.
Quelle: INDEC-Verbraucherpreisdaten über iProfesional, Oktober 13, 2026 · Argenpapa-Marktmonitor, Oktober 13–15, 2026 · Las 24 Horas de Jujuy. Lesen Sie den iProfesional-Bericht hier: https://www.iprofesional.com/finanzas/466518-los-5-productos-de-la-canasta-familiar-que-mas-aumentaron-en-un-ano